Kreistag beschließt Errichtung eines zentralen Katastrophenschutzlagers

In großer Einigkeit wurde bei der gestrigen Kreistagssitzung ein Antrag der Koalition aus CDU, SPD und Freien Wählern zur Errichtung eines zentralen Katastrophenschutzlagers im Hochtaunuskreis verabschiedet. „Dieser Antrag stärkt die Widerstandsfähigkeit unseres Kreises bei künftigen Gefahrenlagen“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Norbert Fischer, der den Antrag initiiert hat und als Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbands Hessen sich tief in die Materie eingearbeitet hat. Gerade die Ausnahmelagen in Vergangenheit und Gegenwart – die Bewältigung des Flüchtlingsaufkommens seit 2015 oder auch das Pandemiegeschehen, aber auch die jüngste Flutkatastrophe im Rheinland – haben der derzeitigen dezentral organisierten Infrastruktur ihre Grenzen aufgezeigt.

Konkret solle nun ein Raum- und Nutzungskonzept für ein möglichst zentral im Kreisgebiet zu errichtendes Lager erstellt werden. Hierbei soll auch für die Arbeit der Kreisjugendfeuerwehr eine Räumlichkeit vorgesehen werden. „Selbstverständlich sollen die Planungen in enger Abstimmung mit der Stabsstelle Feuerwehr und Katastrophenschutz und Kreisbrandinspektor Carsten Lauer erfolgen“, so Fischer.

„Brand- und Katastrophenschutz sind kein Luxus, den sich ein Landkreis gönnt, sondern absolut unverzichtbar. Gerade die rasche Inbetriebnahme und die hervorragende Organisation unseres Impfzentrums wäre ohne die Haupt- und Ehrenamtlichen in diesem Bereich gar nicht durchführbar gewesen“, so der Fraktionsvorsitzende Gregor Sommer. „Wir können uns auf sie verlassen – also können sie sich auch auf uns verlassen!“

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