Rechtzeitig vor der konstituierenden Kreistagssitzung besiegelten die Partei- und Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD und Freie Wähler im Hochtaunus am Sonntag in Königstein die beschlossene Koalitionsvereinbarung zwischen den drei neuen Partnern.

„Bereits in der Präambel haben wir deutlich gemacht, dass die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz sowie die Bewältigung der Corona-Pandemie in allen Dimensionen für die kommenden Jahre bestimmend sein werden“, so CDU-Kreisvorsitzender Markus Koob.

Die inhaltlichen Kapitel habe man in guter, konstruktiver Atmosphäre ausverhandelt. Alle drei Parteien finden sich mit ihren inhaltlichen Schwerpunkten in dieser Vereinbarung wieder. Darauf könne man auch das einstimmige Votum der jeweiligen Parteigremien zurückführen, wie die Vertreter der drei Parteien nicht ohne Stolz betonten.

„Die Leute erwarten von uns klare Antworten auf die Zukunftsfragen“, ergänzt CDU-Fraktionschef Gregor Sommer. Der weitere Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs, wo insbesondere die Elektrifizierung der Taunusbahn und die Regionaltangente West eine Rolle spielen, die Fortführung des Schulbauprogramms, die weitere Digitalisierung und auch der Bereich Landwirtschaft – auf alle diese Handlungsfelder gehe man in diesem Vertragswerk ein, so Sommer. Man bekenne sich außerdem ausdrücklich zu den Beteiligungen des Kreises, zu denen u.a. der Taunus Menü Service sowie die Oberurseler Werkstätten zählen.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz habe man hier als Querschnittsthema ausgemacht: Die nachhaltige Bauweise von kreiseigenen Gebäuden, die Einrichtung eines Klimaschutzbeauftragten das Konzept einer Naturpark-Schule, die Sicherstellung der Wasserversorgung und der einhellige Widerstand gegen die Ausbaupläne der Stadt Frankfurt jenseits der Autobahn 5 – gerade hier wollen sich die Koalitionspartner besonders in den nächsten Jahren engagieren.

„Es war sehr erfrischend, wie wenig die Verhandlungen zwischen den drei Parteien entlang ideologischer Schützengräben geführt worden sind, sondern die Sachthemen eindeutig im Vordergrund standen“, zeigte sich Markus Koob glücklich und bedankte sich bei SPD und Freien Wählern für das positive und zielführende Klima bei den Gesprächen. Inhaltlich sei er vollkommen zufrieden, auch wenn auf personeller Seite Kompromisse gemacht werden mussten. Die CDU werde daher in der konstituierenden Kreistagssitzung ihr Vorschlagsrecht für den Kreistagsvorsitz zugunsten eines Mitglieds der Freien Wähler ausüben.

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