Der CDU-Kreisvorstand hat in seiner gestrigen Sitzung einstimmig beschlossen, SPD und Freien Wählern Gespräche über die Bildung einer Koalition im Kreistag für die neue Wahlperiode 2021 bis 2026 anzubieten. Zuvor hatte der Kreisvorsitzende Markus Koob über die geführten Sondierungsgespräche berichtet. „Alle Gespräche haben in einem guten Klima stattgefunden und viele inhaltliche Schnittmengen aufgezeigt,“ sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete. Grundsätzlich seien die demokratischen Fraktionen im Kreistag miteinander koalitionsfähig, was für die sachorientierte Arbeit der Kreiskörperschaften spreche. „In dieser schwierigen Corona Zeit waren wir uns letztendlich einig, auf Kontinuität verbunden mit innovativen Ideen zu setzen,“ begründete Koob das Votum für SPD und Freie Wähler.

Neben der Bewältigung der Folgen der Corona Pandemie will die CDU in der neuen Wahlperiode das Schulbauprogramm fortgesetzt sehen. Auch der Gesundheitsstandort Hochtaunus mit den Hochtaunuskliniken im Mittelpunkt müsse weiter gestärkt werden. Eine neue Schwerpunktsetzung sehen die Christdemokraten bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels. Hier müsse auch die Kreispolitik auf mehr Nachhaltigkeit setzen. Die Sondierungen hätten, so Markus Koob, ergeben, dass dies mit den Sozialdemokraten und Freien Wählern umzusetzen sei.

„Angesichts der nicht absehbaren finanziellen Folgen der Corona Pandemie war für die CDU zudem klar, dass eine Erweiterung des hauptamtlichen Kreisausschusses in dieser Wahlperiode nicht in Betracht kommt,“ machte der CDU-Kreisvorsitzende die Position seiner Partei deutlich. Mit SPD und Freien Wählern seien Lösungsmöglichkeiten besprochen worden, wie sich eine Koalition auch ohne eine solche Erweiterung des Kreisausschusses personell darstellen könne. Dies war mit den anderen Gesprächspartnern nicht zu erreichen, was letztlich auch ein Entscheidungskriterium für die Christdemokraten gewesen sei, so Markus Koob. „Wir wissen welche großen Herausforderungen auf die kommunale Ebene mit der Bewältigung der Corona-Krise und Fortsetzung der nachhaltigen Politik zur Erfüllung des 1,5 Grad Ziels aus dem Pariser Klimaschutzabkommen zukommen. Dazu wird die vollumfängliche Umsetzung der Digitalisierung hohe Priorität genießen, wie auch der Ausbau unserer Verkehrswege, insbesondere der Taunusbahn. Dazu bauen wir auf eine breite parlamentarische Rückendeckung. Wir bieten deshalb allen Sondierungspartnern eine konstruktive Zusammenarbeit an,“ so der CDU-Fraktionsvorsitzende Gregor Sommer abschließend.

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