Staus, Umleitungen und Verzögerungen seien eine Tatsache, die jeden Pendler im Rhein-Main-Gebiet täglich betreffen, sind sich die CDU- und SPD-Fraktionen Hochtaunus einig. Dazu komme ein stetig steigender Siedlungsdruck während die Verkehrswege nur langsam sich den steigenden Bedürfnissen anpassten. Deshalb wolle die Kreistagskoalition aus CDU und SPD im Hochtaunuskreis im Schulterschluss mit Landrat Ulrich Krebs eine Stabsstelle Mobilität im Hochtaunuskreis schaffen.

Diese Stelle solle nicht nur zur Aufgabe haben, analog zum Schulbauprogramm für das 21. Jahrhundert, ein allumfassendes Verkehrskonzept mit den Städten und Gemeinden zu erarbeiten, sondern auch als Moderator zwischen unterschiedlichen baulichen Maßnahmen zu fungieren. „Hierbei sollen Abstimmungsprozesse verbessert und Maßnahmen noch stärker aufeinander abgestimmt werden“, betont Gregor Sommer, Fraktionsvorsitzender der CDU Kreistagsfraktion und fügt an, „gemeinsam mit der SPD ist es unser Ziel Busse und Bahnen möglichst kostengünstiger, umweltfreundlicher und effizienter zu gestalten.“ In diesem Zuge begrüße Dr. Stephan Wetzel, Fraktionsvorsitzender der SPD Hochtaunus, die kürzlich unter Mitwirkung des Landrats Ulrich Krebs (CDU) beschlossene Absenkung der Tarifsprünge im RMV. „Ein preislich fairer öffentlicher Nahverkehr ist neben der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum eine zentrale Aufgabe für die Politik im Hochtaunuskreis.“

Doch auch der Radverkehr solle ein zentrales Element dieses Mobilitätskonzepts darstellen. „Insbesondere durch die zunehmende Beliebtheit der e-Mobilität, insbesondere im Radverkehr, hat es eine Veränderung beim Nutzerverhalten gegeben“, meint Matthias Drexelius, bau- und verkehrspolitischer Sprecher der CDU und ergänzt, „die sich in den nächsten Jahren verstärken wird. So werden beispielsweise Radschnellwege die Nutzung des Rades für den täglichen Weg zur Arbeit oder zu weiter entfernten Bahnhöfen attraktiver machen.“
Deshalb solle auch hier das Mobilitätskonzept ansetzen. Dies betreffe sowohl die Radwege an sich wie auch Park- und Ladeplätze für Fahrräder entlang der Bahnhöfe im Hochtaunuskreis. Ein gut ausgebautes Radwegenetz sei sowohl für Pendler wie auch für Erholungssuchende im Taunus ein Gewinn und ermögliche eine naturnahe Fortbewegungsmöglichkeit, fügt Beate Denfeld, als zuständige Sprecherin der SPD an.

Abschließend erklären Sommer (CDU) und Dr. Wetzel (SPD) gemeinsam, dass die Vielzahl an Anträgen zu dem Thema Mobilität im Kreistag zeige, dass dieses Thema alle Fraktionen bewege, weshalb sie um breite Unterstützung zu diesem Thema werben würden.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Ihr Ansprechpartner

sebastian.sommer

Sebastian Sommer

E-Mail senden